Aucun autre groupe de requérant n'est plus important que les Erythréens et ils coûtent très cher.
87% d'entre eux finissent à l'aide sociale.
NDLR : Suite en allemand pour les germanophones aguerris et les autres (texte assez facile à comprendre en ayant de bonnes notions d'allemand)
Keine Asylgruppe in der Schweiz ist so gross wie jene der Eritreer. Die Bevölkerung stellt Fragen. Eine Auswahl mit Antworten.
Par Peter Keller (Die Weltwoche)
Mittlerweile stellen sie ein vertrautes Bild in der Öffentlichkeit dar: Eritreer tippen auf ihrem Smartphone herum, telefonieren angeregt, surfen, wischen über den Bildschirm. Sie verhalten sich nicht anders als ihre Schweizer Altersgenossen. Dass sie in der Bevölkerung für Diskussionsstoff sorgen, liegt an einer simplen Irritation: Wie ist es möglich, dass Menschen, die angeblich nur ihr nacktes Leben retten konnten, sich solche Handys leisten können?
Selbstverständlich haben nicht «alle» Eritreer ein Smartphone. Aber auffallend viele. Wie kommen mittellose Wirtschaftsflüchtlinge zu diesen nicht ganz billigen Geräten? «Wollen Sie die offizielle Antwort . . . oder eine ehrliche?», fragt der Chef einer kantonalen Migrationsbehörde maliziös zurück. «Faktisch zahlen Sie mit Ihren Steuern die Handys und deren Kosten. Viele Eritreer erhalten Sozialhilfe.» Damit liessen sich diese Smartphones locker bezahlen.
Eine relativ grosse Gruppe, ergänzt der Migrationsexperte, verfüge über italienische SIM-Karten. Wie die Leute an diese herangekommen seien, könne er nicht sagen. Den Einwand, mit einer ausländischen SIM-Karte im Handy fielen die Telefonkosten viel zu teuer aus, lässt er nicht gelten. «Die Leute nutzen frei zugängliche WLAN-Netze.
Dort können sie gratis surfen und über Whatsapp kostenlos telefonieren.» Das sei auch der Grund, warum sich viele Eritreer gruppenweise in Bahnhöfen oder Geschäftszentren aufhielten: Dort könnten sie sich problemlos in öffentliche WLAN-Netze einwählen. Mittlerweile sei die eritreische Bevölkerungsgruppe hierzulande recht gross, fügt der Asylexperte an. «Man kennt sich, man hilft sich.» Zumindest die Abos liessen sich auf diese Weise einfach bei einem der Anbieter abschliessen. Womit man bei einer weiteren Gruppe sei, jener, die zwar unter Angabe einer Adresse – des Asylzentrums – ein Handy erwerbe, «aber mit irgendeinem Fantasienamen». Manche Telekomgeschäfte prüften die Personalien zu wenig genau und forschten erst nach ein paar Monaten bei ausbleibenden Zahlungen nach. «Aber dann ist es zu spät. Sie können das Geld abschreiben.»
Wie sie kommen, warum sie kommen
Nicht wenige glauben, die Flüchtlinge würden nachts von ortskundigen Begleitern über die grüne Grenze geschleust. Quasi mitten durch die Tessiner Wälder oder über abgelegene Bergpfade. Tatsache ist aber, dass 90 Prozent der Asylbewerber bequem im klimatisierten Zug aus Mailand in die Südschweiz anreisen – mit gültigem Billett: Man will schliesslich nichts riskieren bei der Fahrt ins Asylwunschland Schweiz.
In den Jahren 2011 bis 2014 stellten insgesamt 17 249 Personen aus Eritrea ein Asylgesuch in der Schweiz. Im vergleichbaren Land Österreich, das ebenfalls rund acht Millionen Einwohner und gemeinsame Grenzen mit Italien hat, waren es im gleichen Zeitraum lediglich 106 Gesuche. Die Erklärung ist einfach: Die Anerkennungsquote für Eritreer ist in der Schweiz im Gegensatz zu den umliegenden Nachbarstaaten enorm hoch. Das hat mit Gerichtsentscheiden und mit der Praxis von Simonetta Sommarugas (SP) Beamten zu tun. «Ein grosser Teil dieser eritreischen Asylsuchenden kommt aus grosser Not in die Schweiz und ist auf unseren Schutz angewiesen. Viele von ihnen erhalten daher Asyl oder eine vorläufige Aufnahme und dürfen länger hier bleiben: Die Schutzquote lag 2014 bei rund 85 Prozent», schreibt das Staatssekretariats für Migration. Das sind europäische Spitzenwerte.
Polizeikreise gehen von einem mafiösen Verteilsystem aus. Die Wirtschaftsmigranten würden zielsicher in jene Länder geschleust, in denen die Aufnahme oder der illegale Aufenthalt besonders erfolgversprechend sei. In Frankreich bilden laut Eurostat (2013) Kongolesen die grösste Gruppe der Asylsuchenden, in Österreich sind es Russen, in Deutschland Personen aus Serbien, in Italien Nigerianer.
Was sie kosten
Die Aufnahme der Eritreer kostet viel Geld. Gemäss einer Studie aus dem Jahr 2014 liegt die Sozialhilfequote bei den erwerbsfähigen und als Flüchtlinge anerkannten Eritreern bei 87 Prozent. Sie bekommen die gleichen Sozialhilfeansätze (der Skos) wie Schweizer. Ein Beispiel: Eine Familie mit zwei Kindern erhält in der Zürcher Gemeinde Dietikon total Fr. 4911.30 im Monat. Steuerfrei. Mehr als Familien im Niedriglohnbereich zur Verfügung haben.
Die SVP Zürich rechnet vor, dass jährlich mehr als 100 Millionen Franken Sozialkosten für Personen aus dem Asylbereich anfallen. Tendenz rasant steigend – was auch mit der Service-Mentalität der Migrationsämter zu tun hat. Wie eine Anfrage der SVP-Kantonsrätin Barbara Steinemann ergeben hat, wurden zwischen 2010 und 2014 insgesamt 2402 von 2450 Reiseanträgen eritreischer Flüchtlinge bewilligt. «Dabei handelt es sich nicht um einen Einkaufsausflug zu Aldi Deutschland», sagt Steinemann. «Eine Reise dauert gemäss Definition mehrere Tage.» Es handle sich um ein Massengeschäft. «Wie viele Flüchtlinge in ihr Heimatland reisen, kann der Zürcher Regierungsrat gar nicht überprüfen.»
Source "Die Weltwoche"
Merci à Anne-Marie